Montag, 3. November 2014

"Nightcrawler"

Story: Lou Bloom hatte bisher eher ein jämmerliches Leben, zumindest bis er einmal zusieht, wie ein Nachrichtensender seinen Schockinhalt für das Fernsehen bekommt. Von der Nacht an scheint Lou endlich seine Aufgabe im Leben gefunden zu haben, nämlich das Beschaffen dieser bewegten Bilder...

Es ist nicht der erste Film, der sich kritisch über die Herkunft der Berichterstattung äußert, aber es ist vermutlich der erste mit einem solch krassen Protagonisten, und das in jeder Bedeutung des Wortes. Das Ganze hat mich vor allem an "Drive" erinnert, mal wegen dem Stil, mal wegen des Grotesken. Doch ist das ein Drama und dies hier ist ein psychologischer Thriller; Lou mag nicht der komplexeste Charakter überhaupt sein und man kann irgendwo erahnen, wo ihn seine Taten hinführen, doch der Weg zum (für mich zumindest) zwiespältigem Schluss ist berauschend und Jake Gyllenhaal elektrisierend - wenn nicht die beste, dann eine der besten seiner Darstellungen. Der soziale Kommentar wird einem glücklicherweise nie auf die Nase gebunden, sondern er hält sich die Waage mit der Charakterstudie sowie dem fortlaufendem Krimi.

Fazit: Bestechend und unmöglich zum Wegschauen - "Nightcrawler" ist einer dieser kleineren Filme, die eine absolut alles bestechende Darstellung und den unorthodoxen Stil haben, um womöglich zum Kultklassiker aufzusteigen !

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